Die doppelte Beckenosteotomie (DPO) ist ein gelenkerhaltender Eingriff für sorgfältig ausgewählte, noch wachsende Hunde mit Hüftgelenksdysplasie (HD). Ziel ist es, die Überdachung des Oberschenkelkopfs durch die Hüftpfanne zu verbessern und die Hüftlockerheit zu vermindern.
Wie funktioniert eine DPO?
Bei der DPO wird das Becken an zwei Stellen durchtrennt. Der bewegliche Beckenteil mit der Hüftpfanne wird anschließend so gedreht und mit einer speziellen Platte fixiert, dass der Oberschenkelkopf besser überdacht ist. Im Unterschied dazu umfasst die Triple Pelvic Osteotomy (TPO) drei Knochenschnitte.
Für welche Hunde kommt sie infrage?
Die Operation ist vor allem für junge, noch nicht ausgewachsene Hunde vorgesehen, bei denen noch keine oder nur minimale arthrotische Veränderungen sichtbar sind. Ob eine DPO sinnvoll ist, hängt unter anderem von Alter, Gelenklaxität, klinischen Beschwerden und der Form des Hüftgelenks ab.
Untersuchung und Planung
Vor einer Entscheidung sind eine vollständige orthopädische Untersuchung und standardisierte Röntgenaufnahmen notwendig. Der optimale Zeitpunkt und mögliche Alternativen werden individuell mit den Tierhalter:innen besprochen.
Fachquelle: American College of Veterinary Surgeons: Canine Hip Dysplasia

