Die Juvenile Pubic Symphysiodesis (JPS) ist ein frühzeitiger, minimalinvasiver Eingriff zur Behandlung einer Hüftgelenkslockerheit bei sehr jungen Hunden. Sie kann bei sorgfältig ausgewählten Welpen dazu beitragen, die spätere Überdachung des Oberschenkelkopfs durch die Hüftpfanne zu verbessern.
Was wird bei einer JPS gemacht?
Bei der Operation wird eine Wachstumsfuge an der Unterseite des Beckens gezielt geschlossen. Während der Welpe weiterwächst, verändert sich dadurch das Wachstum des Beckens: Die Hüftpfannen können sich über die Oberschenkelköpfe drehen und so die Gelenkstabilität verbessern.
Warum ist der Zeitpunkt entscheidend?
Das Verfahren ist nur in einem sehr frühen Altersfenster möglich, in der Regel bis zur 18. Lebenswoche. Weil betroffene Welpen zu diesem Zeitpunkt oft noch keine deutlichen Beschwerden zeigen, sind eine frühe orthopädische Untersuchung und spezielle Röntgenverfahren besonders wichtig.
Ist eine JPS für jeden Welpen geeignet?
Nein. Ob der Eingriff infrage kommt, hängt vom Alter, dem Ausmaß der Hüftlockerheit, dem Befund und der weiteren Entwicklung ab. Die Entscheidung erfolgt nach individueller Diagnostik und Beratung.
Fachquelle: American College of Veterinary Surgeons: Canine Hip Dysplasia

